Nahmobilitätskonzept für die Stadt Castrop-Rauxel

 

Im April 2021 hat der Rat der Stadt Castrop-Rauxel das von Planungsbüro VIA und Planersocietät gemeinsam erarbeitete Nahmobilitätskonzept politisch beschlossen. VIA hat dabei den Themenbereich Radverkehr, die Planersocietät den Themenbereich Fußverkehr bearbeitet.

Im Ergebnis stehen der Stadt für die weitere Förderung der Nahmobilität ein ausführlicher Bericht, umfangreiche Maßnahmenempfehlungskataloge und ein detaillierter Antrag auf Mitgliedschaft in der AGFS NRW zur Verfügung.

Die Phase der Konzepterarbeitung wurde begleitet durch einen Facharbeitskreis. Die Bürgerwerkstatt konnte nur zu Beginn vor Ort stattfinden und in der Phase der Maßnahmenabstimmung musste sie Pandemie bedingt digital durchgeführt werden. Doch konnten eine Planungsradtour und ein Stadtspaziergang mit vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt werden, in denen rege diskutiert und von den Planungsbüros und der Verwaltung viele Maßnahmenempfehlungen erläutert werden konnten.

Die Stadt wird sich nun mit einem Nahmobilitätkonzept als Mitglied bei der AGFS bewerben, in dem sowohl der Fuß- als auch der Radverkehr gleichwertig vertieft bearbeitet wurde und einige sehr spannende Leitprojekte formuliert werden konnten:

  • Umwandlung von untermaßigen Schutzstreifen in Piktogrammketten
  • Vorfahrt für Radfahrende an Knotenpunkten
  • Alternativen im grünen Netz im Radvorrangrouten-Standard zur Führung an Hauptstraßen 
  • Barrierefreiheit in der Altstadt           
  • Umgestaltung des Münsterplatzes   
  • Markierung Kfz-Parken auf der Fahrbahn zur verträglicheren Abwicklung des Radverkehrs auf der Fahrbahn und zum Freiräumen der Gehwege         
  • Vereinheitlichung der Führung des Fuß- und Radverkehrs an innerörtlichen Kreisverkehren          

Damit hat die Stadt Castrop-Rauxel ein sehr engagiertes Handlungsprogramm formuliert. Wir wünschen bei der Umsetzung viel Erfolg!

Bürgerforum in Castrop-Rauxel (Foto VIA eG)