Radschnellverbindungen

Erster Abschnitt des Radschnellwegs Ruhr zwischen Mülheim an der Ruhr und Essen (Foto: VIA eG)

Mit der Realisierung von Radschnellverbindungen wird die Nutzung des Fahrrads auch bei längeren Strecken immer attraktiver. Durch großzügige Ausgestaltung auf der Strecke und an den Kreuzungen sind sie meist zügiger befahrbar als herkömmliche Radwege und locken insbesondere in verkehrsreichen Ballungsräumen mehr Menschen, darunter vor allem die Pendler, auf das Fahrrad. Radschnellverbindungen tragen somit zur Lösung der großen, verkehrsbedingten Probleme unserer Zeit bei, bewirken Minderungen in der Schadstoff- und Feinstaubbelastung und helfen bei der Staureduzierung.

Viele Städte und Regionen in Deutschland möchten diese positiven Wirkungen nutzen und planen Radschnellverbindungen. Das Planungsbüro VIA ist bei diesem Trend bereits von Anfang an dabei, wirkte beispielsweise an der Machbarkeitsstudie des Radschnellwegs Ruhr (2012-2014) mit und lieferte zwei Wettbewerbsbeiträge im Planungswettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen (2013) für die Städte Köln und Düsseldorf.

 

Forschungsprojekt zu Einsatzbereichen und Entwurfselementen von Radschnellverbindungen

Für die Bundesanstalt für Straßenwesen führen VIA und die PTV Group wurde ein Forschungsprojekt durchgeführt, in dem das Verfahren zur Potenzial- und Nutzen-Kosten-Betrachtung sowie die typischen Entwurfselemente für Radschnellverbindungen betrachtet werden. Die Ergebnisse werden noch 2019 veröffentlicht.

 

augewählte Projekte zum Thema Radschnellverbindungen:

  • Machbarkeitsstudie von Radschnellverbindungen in Köln (in Kooperation mit Planersocietät)
  • Machbarkeitsstudie von Radschnellverbindungen in Stuttgart (in Kooperation mit brenner Bernard)
  • Machbarkeitsstudie radialer Radschnellverbindungen zwischen München - Starnberg, München - Markt Schwaben und München - Oberhachingen (in Kooperation mit Planersocietät)
  • Potenzialuntersuchung für Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg (in Kooperation mit brenner Bernard): Einen ersten bedeutsamen Meilenstein stellt die Veröffentlichung der Qualitätsstandards und Musterlösungen für das Land Baden-Württemberg dar. Diese stehen auf dem Informationsportal zur Radverkehrsförderung zum Download zur Verfügung.
  • Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung im Filstal
  • Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung im Verdichtungsraum Ravensburg/Weingarten - Friedrichshafen (in Kooperation mit brenner Bernard)
  • Machbarkeitsstudie für Radschnellverbindungen im Großraum Nürnberg (in Kooperation mit Planersocietät und DTP)
  • Klimaschutzteilkonzept: Regionale e-Radschnellwege in der Region Braunschweig (in Kooperation mit Planersocietät)
  • Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung zwischen Braunschweig und Wolfsburg (in Kooperation mit Planersocietät und TCI Röhling)
  • Vertiefende Machbarkeitsstudie/Vorplanung nach HOAI für den Radschnellweg Süd in Düsseldorf (in Kooperation mit Schüßler Plan)
  • Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung zwischen Frankfurt und Darmstadt (in Kooperation mit Planersocietät)
  • Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg Ruhr (in Kooperation mit Planersocietät, DTP und orange edge)
  • Wettbewerbsbeiträge für Radschnellverbindungen in Düsseldorf und Köln im landesweiten Planungswettbewerb

Aktivitäten in der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV):

Peter Gwiasda und Lena Erler wirken derzeit an der Fortschreibung der „Hinweise zu Einsatz und Gestaltung von Radschnellverbindungen“ im Arbeitskreis 2.5.4 der FGSV mit.