12.06.12

Köln: Bürger schlagen neues Outfit für Stolberger Straße vor

 

Eine viel zu breite Fahrbahn und damit viel zu schnelles Fahren ist das Problem der Stolberger Straße in Köln-Braunsfeld. Eine sichere Überquerung für Fußgänger, vor allem für Kinder und mobilitätseingeschränkte Personen, ist nahezu unmöglich. Hinzu kommt, dass durch den geplanten Anschluss an die Militärringstraße Verkehrszuwächse zwischen 10% bis 15% erwartet werden und die Infrastruktur für den Radverkehr auf wichtigen Teilstücken fehlt.

 

So war es an der Zeit, über eine Neugestaltung nachzudenken. Zusammen mit der Interessengemeinschaft Braunsfelder Bürger (IGBB) und dem Bürgerverein Müngersdorf hat das Planungsbüro VIA nach einer Ortsbegehung Umgestaltungsvorschläge für die Straße entwickelt.

 

Da die Gehwege und Parkstände ausreichend breit sind, war es naheliegend, die 12m breite Fahrbahn neu aufzuteilen und zwar auf der ganzen Länge, ohne die Gesamtwirkung der Alleestraße durch punktuelle Maßnahmen zu beeinträchtigen. Kernelement zur Führung des Radverkehrs ist ein Schutzstreifen, der für Straßen dieser Belastungsklasse die geeignete Führungsform ist. In der Mitte der Fahrbahn ist Platz für einen multifunktionalen Mittelstreifen, der überwiegend als Überquerungshilfe dient, aber dort, wo erforderlich, auch als Linksabbiegestreifen genutzt werden kann. Auf einem Abschnitt wird heute ein Schutzstreifen durch Lkw verhindert, die auf ihre Be- bzw. Entladung in einer anliegenden Firma warten. So lag die Idee nahe, auch die Lkw-Wartepositionen auf den Mittelstreifen zu verlegen, damit auf der gesamten Länge der Stolberger Straße ein Fahrrad-Schutzstreifen markiert werden kann.

 

Mit diesen Vorschlägen wurden die Voraussetzungen geschaffen, den Verkehr für alle Verkehrsteilnehmer unter Berücksichtigung verschiedenster Anforderungen sicher zu gestalten.

 

Zu diesem Projekt erschien ein Artikel in der Zeitschrift Blickpunkt Müngersdorf des Bürgervereins.

Die breite Fahrbahn bietet Gestaltungsraum Foto: VIA eG


 

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